Die konjunkturelle Lage im nordrhein-westfälischen Mittelstand hat sich laut der jährlichen Konjunkturumfrage des BVMW NRW in den vergangenen 12 Monaten aufgehellt. 45,6 Prozent Mittelständlern schätzen die gegenwärtige Wirtschaftslage ihres Unternehmens als gut oder sehr gut ein und rechnen mit steigenden Umsätzen in der nahen Zukunft. Die Aufhellung der Geschäftsaussichten wirkt sich positiv auf die Entwicklung des Beschäftigungsniveaus aus. 37,4 Prozent planen Neueinstellungen, während 54,1 Prozent ihre Belegschaft konstant halten. Der NRW-Mittelstand erweist sich damit als krisenfestes Fundament der Existenzsicherung privater Haushalte.
Die Situation der Unternehmensfinanzierung stellt sich nach wie vor unbefriedigend dar, da sich der Kreditmarkt als äußerst restriktiv erweist. Zur Belebung des Kreditmarktes empfiehlt der BVMW:
- Die Lockerung der Eigenkapitalkriterien und Einlagensicherung während der Wirtschafskrise
- Die Aussetzung des Hausbankenprinzips bei öffentlicher Finanzierung durch die KfW
Eine Erweiterung des Pools der bei der KfW akkreditierten Finanzinstitute um Leasing- und Factoringbanken zur Ausweitung des Kreditvolumens.
Neben der Belebung des Kreditmarktes mahnt der Mittelstand eine Offensive gegen den Fachkräftemangel an. Wirtschaftsnahe Bildungsangebote und Initiativen zur Weiterbildung müssen dem drohenden Fachkräftemangel entgegenwirken. Der Wirtschaftsstandort muss für gut ausgebildete ausländische Arbeitskräfte und Investoren interessanter werden.
Die Ergebnisse der Konjunkturumfrage befinden sich auf der Website des BVMW unter http://www.bvmw.de/landesverband-nordrhein-westfalen.html
