Ulrich Eggert, der bekannte Unternehmensberater und Marktforscher, hat sich in einer Studie mit dem Zukunftsmarkt im Jahr 2020 beschäftigt. Hier Auszüge aus dem interessanten Werk:
"... Aber die wahren Gewinner sind seltsamerweise völlig andere Unternehmen – Unternehmen, die sich eigentlich aus dem Markt zurückziehen: Sie verkaufen nichts, sie produzieren nichts, aber sie sind doch vorhanden, nämlich als Marke.
Sie steuern alles, aber lassen alles Entscheidende eigentlich andere machen. Mit starker Werbung beim Endverbraucher ziehen sie diesen in die Systemvertriebskanäle, die die lizenzierte Ware vertreiben, die Dritte produziert haben – in Vereinbarung mit der Marken-Systemzentrale.
Der Handel wird vielfältiger und doch systemischer: Es kämpfen nicht mehr Meyer gegen Müller, sondern Vertriebssystem A gegen Franchisesystem B gegen Filialsystem C gegen Verbundsystem D usw.
Der Verbraucher wird auch in den nächsten Jahren nicht über wirklich mehr Geld verfügen, da der Staat zunächst einmal seine Löcher stopfen muss – und das Geld dazu holt er sich beim Bürger, dem Konsumenten. Dem Handel wird es fehlen, der Wettbewerb in Form des Kampfes um das Geld des Verbrauchers wird sich noch wesentlich verschärfen.
Zusammengefasst heißt das: Der Handel muss mitarbeiterorientiert vorgehen, damit die sich um den Kunden kümmern; er muss kooperieren, wo es nur geht, um Kosten zu sparen, er muss sich selbst oder in der Gruppe zur Marke machen und so den Großkonzernen gegenübertreten.
Es geht um Macht, denn der Markt verlangt niedrige Preise, und Macht heißt Masse und wer keine Masse ist, muss sich durch Kooperation zur Masse machen – sonst machen ihn andere zur Masse! ..."
Weitere Studien unter www.ulricheggert.de
