Gibt es im Unternehmen wirtschaftliche Engpässe und stehen gar Entlassungen an, dann erhöht sich im Mitarbeiterkreis der Konkurrenzdruck. Bei der Verteidigung des eigenen Arbeitsplatzes ist Mobbing dann oft das Mittel der Wahl. Gerüchte, Sticheleien und Bloßstellungen sind geübte Praxis und oftmals eine sehr effektive Waffe gegen Kollegen.
Nach Angaben der Sozialforschungsstelle in Dortmund sind bereits Millionen Menschen betroffen und die Dunkelziffer ist hoch. Was bisher hauptsächlich unter den Mitarbeitern selbst ausgetragen wurde hat aber auch mittlerweile Methode auf der Unternehmensführungsebene. Zur Umgehung der arbeitsrechtlichen Regelungen, aber auch wegen mangelnder Führungskompetenz, greifen Manager zu diesem perfiden Mittel, um unliebsame Mitarbeiter zu zermürben, in die Dauerkrankheit und damit zum Ausscheiden zu bewegen.
Die Folgen, die ein solches Vorgehen nach sich ziehen, sind unabsehbar. Das nachhaltig gestörte Vertrauensverhältnis (auch bei nicht direkt betroffenen Mitarbeitern) und der belastete Betriebsfrieden führen zum Zurückhalten von Kritik durch die Mitarbeiter und daraus resultierende Innovationsunfähigkeit. Das kann ein Unternehmen zu Grunde richten oder zumindest seine Zukunftsfähigkeit stark einschränken.
Gesunde Unternehmen beleben sich durch Kritik und organischer Zusammenarbeit, die geleitet und kanalisiert werden muss. Auseinandersetzungen sind offen und mit den geeigneten Mitteln auszutragen und nicht im brutalen Grabenkampf abzuwürgen.
Die Meisterung einer solchen Situation trennt den Schönwetter-Manager vom eigentlichen Profi in der Personalführung.
Viele Grüße
Ihr Team der
Thaddäus Rohrer Unternehmensberatung
